Die Geschichte des Einstecktuchs (Taschentuchs)


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Ein Taschentuch ist ein kleines, quadratisches, dünnes Stück Stoff zum putzen der Nase oder zum trocknen von Tränen. Der französische Fachbegriff lautet Pochette, abgeleitet vom französischen Begriff für kleine Tasche.

Das erste Taschentuch, wurde im Zusammenhang mit der Religion gebraucht. Dieses erste Taschentuch wurde ‚facials‘ genannt, es war ein einfaches kleines Stück Stoff das von den Priestern am Altar genutzt wurde und nach dem Dienst dort liegen gelassen wurde.

In früheren Zeiten wurde das Taschentuch für beide Funktionen genutzt, als nützliches Accessoire und als Teil der Kleidung. Es wurde in der Hand getragen als ob man es in eine Tasche stecken wollte. Während der Zeit der Renaissance war das Tuch ein unerlässliches Accessoire. Erasmus zitierend ‚Seine Nase am Ärmel abzuwischen ist bäuerlich‘. Bald wurden die Tücher mehr Ornat, und zu diesem Zeitpunkt began es als Anzeichen für Liebe eines Mannes zu einer Frau zu dienen, und als Wegweiser.

Ursprünglich benutzten die Römer das „orarium“ und das „sudarium“ um ihr Gesicht und Mund abzuwischen. Diese Kleidungsstücke waren mit Parfüm imprägniert und wurden um den Hals, die Schulter oder in der Hand getragen.

Das Taschentuch ist tatsächlich nur 400 Jahre alt. Es war der geniale Einfall einer venezianischen aristokratischen Dame, ein Stück reinen Leinens mit Spitze zu verzieren. Sie zeigte es bei einem Spaziergang in einem öffentlichen Parks, wo es sofort die Aufmerksamkeit und Neugier der Betrachter auf sich zog.

Aus Italien zog es schnell über die Alpen und mit großem Erfolg durch Frankreich an den Hof von Henry II. Die Taschentücher wurden in besonders teuren Fabriken gefertigt, und waren Zeichen besonderen Luxus.

Um 1850 wurde das Tuch auch in Deutschland eingeführt. Dort wurde es aber nur vom Hof und sehr reichen Leuten getragen.

Bis zum 18ten Jahrhundert wurde das Taschentuch in vielen Formen gefertigt: es konnte rechteckig, rund, dreieckig etc. sein. Eines Tages bemerkte Marie-Antoinette, dass die quadratische Form ästhetischer und praktischer wäre. Daher erlies Louis XVI ein Dekret das vorschrieb, dass die Länge des Tuches gleich mit der Weite ist.

Zur Zeit des Jahrhundert Wechsels, werden die Tücher aus Seide, Leinen oder Baumwolle gefertigt. Sie wurden in der Brusttasche des Männer Jackets getragen, und ein Mann war nicht korrekt bekleidet ohne. Während der 60er Jahre des 20ten Jahrhunderts waren Einstecktücher dann völlig aus der Mode. Heute, wie auch in der 30er Jahren gilt das Einstecktuch jedoch als Zeichen für einen gut gekleideten Mann.

Ein Sakko wird mit einer Brusttasche auf der linken Seite gefertigt. Diese ist nicht für ein Packet Zigaretten oder eine Brille, sondern für ein Einstecktuch gemacht. Ohne, ist diese Brusttasche nur ein nutzloses Detail und ein Mann sieht aus, als ob er sich nicht fertig angezogen hat.

Ein einfaches weißes Taschentuch ist alles was man benötigt um sein Business Outfit zu vervollständigen. Es ist auch der billigste Weg Stil zu zeigen. Das Einstecktuch gibt dem Mann die Möglichkeit etwas aus der Masse hervorzustechen. Ein weißes Einstecktuch in der Brusttasche eines dunklen Anzugs gibt den gewissen Hauch von Eleganz und ist sicheres Zeichen für einen selbstbewußten und Mode gewandten Mann.

Die feinsten weißen Taschen bzw. Einstecktücher sind aus weißem Leinen mit handgerollten Rändern. Sie sind heutzutage sehr schwierig zu finden. Das besondere an Leinen ist die Festigkeit, die den ganzen Tag über Ihre Qualität behält. Das Einstecktuch sieht am Abend genauso aus, wie am Morgen an dem man es gefaltet und eingesteckt hat.

Das weiße Leinen Tuch ist die einfachste Wahl, da es zu jeder Gelegenheit passt. Für die etwas gewagteren Herren gibt es Einstecktücher in Farbe und mit Mustern. In diesem Fall ist es immer die Krawatte nach der die Kombination zu vervollständigen ist. Das Einstecktuch darf dabei auf keinen Fall das gleiche Muster wie die Krawatte haben. Die schönsten Einstecktücher sind aus feinem Leinen in den traditionellen Farben der Oxford Hemden, oder aus reinem weiß mit farbigen Rändern. Eine andere Möglichkeit sind Einstecktücher aus Seide in kräftigen Farben oder Mustern wie zum Beispiel Paisley.

Wenn Ihre Krawatte aus Seide ist, sieht ein mattes Leinen Tuch am besten aus. Dagegen ist bei einer wollenen oder baumwollenen Krawatte ein Einstecktuch aus Seide zu bevorzugen.

Es gibt vielzählige Wege ein Einstecktuch zu falten. Bei Leinen oder Baumwolle ist der Dreieck Effekt oder die mehreckige Methode sicherlich die eleganteste Art. Bei Seide ist hingegen die gepuffte Form zu bevorzugen. Sicher ist jedoch das egal welche Art sie wählen, sie darf nicht zu perfekt und studiert wirken. Das Tuch sollte nicht mehr als einen bis ein einhalb Inch aus der Tasche hervorschauen.

Wenn Sie ein Monogramm auf dem Tuch haben, darf es nie sichtbar sein.

Ein Zeichen von Eleganz und Stil ist das Einstecktuch, es gehört einfach zum modischen Herren. Das Einstecktuch setzt Zeichen in der Herrenmode und der Erscheinung des Mannes. Um als Herr von Welt korrekt gekleidet zu sein sollte man daher auf die richtige Kombination des Tuches zu seiner Kleidung achten. Denn nicht das einzelne Kleidungsstück ist wichtig, sondern in der Mode ist das Gesamt Erscheinungsbild maßgebend.

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